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Lohnt sich AZ-104 2026 wirklich? Karrierechancen, Gehalt und ehrliche Einschätzung

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Certsqill Redaktion· Aktualisiert 18. Juli 2026· 13 Min. Lesezeit

Wenn du “AZ-104 erfahrungen” googelst, suchst du wahrscheinlich nicht nach Marketing-Floskeln, sondern nach einer ehrlichen Einschätzung: Lohnt sich der Aufwand für dich konkret, oder investierst du Zeit und Geld in ein Zertifikat, das dir am Ende wenig bringt? Genau das klären wir hier — ohne Schönfärberei und ohne pauschales Ja oder Nein.

Kurze Antwort

Ja, AZ-104 lohnt sich für viele Leute — aber nicht für alle, und nicht in jeder Karrierephase gleich stark. Wenn du in einer hybriden IT-Umgebung arbeitest, in ein Microsoft-lastiges Unternehmen einsteigst oder gerade erst in die Cloud-Administration wechselst, ist AZ-104 eine solide Investition mit klarem Return. Wenn du bereits AWS-Architekt bist, seit Jahren Senior-Infrastruktur-Rollen besetzt oder in einem Umfeld arbeitest, das komplett auf Google Cloud läuft, ist der Nutzen deutlich geringer. Die Antwort hängt also weniger von der Prüfung selbst ab als davon, wo du gerade stehst und wohin du willst. Lies weiter, bevor du entscheidest — die Details machen den Unterschied.

Was AZ-104 tatsächlich zertifiziert

AZ-104 (Microsoft Azure Administrator) prüft, ob du in der Lage bist, Azure-Lösungen zu implementieren, zu überwachen und im laufenden Betrieb zu pflegen. Das ist keine reine Theorieprüfung — du wirst auf reale administrative Aufgaben getestet, die du als Azure-Administrator täglich ausführen würdest. Die Prüfung deckt sechs offizielle Domänen ab:

Manage Azure Identities and Governance (20%) behandelt Benutzerverwaltung, RBAC (Role-Based Access Control) und Azure Active Directory. Du musst wissen, wie man Service Principals anlegt und Conditional-Access-Richtlinien umsetzt.

Implement and Manage Storage (15%) dreht sich um Azure Storage Accounts, Blob Storage, File Shares und Backup-Lösungen. Dazu gehört auch die Konfiguration von Redundanzoptionen und Data-Lifecycle-Policies.

Deploy and Manage Azure Compute Resources (20%) umfasst virtuelle Maschinen, Container und Azure App Service. Hier geht es um VM-Skalierung, Availability Sets und Deployment-Strategien für Anwendungen.

Implement and Manage Virtual Networking (25%) ist die am stärksten gewichtete Domäne und deckt Virtual Networks, Subnets, Network Security Groups und Hybrid-Konnektivität ab. Das ist erfahrungsgemäß der Bereich, an dem die meisten Kandidaten scheitern.

Monitor and Maintain Azure Resources (10%) beinhaltet Azure Monitor, Log Analytics und Alerting. Du richtest Monitoring-Lösungen ein und fehlerbehebst Ressourcen-Performance.

Configure and Manage Azure Security (10%) deckt Security Baselines, Key Vault und Backup-Strategien ab. Zwar die kleinste Domäne, aber Sicherheitswissen ist für jede Azure-Rolle entscheidend.

Wichtig zu verstehen: AZ-104 ist keine Architektur-Zertifizierung. Sie prüft operatives Können — das tägliche Betreiben und Warten von Azure-Umgebungen, nicht das Design großer Systeme. Das ist ein Unterschied, der bei der Einschätzung des ROI eine Rolle spielt.

Für wen sich AZ-104 wirklich lohnt

Systemadministratoren in hybriden Umgebungen. Wenn dein Unternehmen sowohl On-Premises-Infrastruktur als auch Azure-Ressourcen betreibt, hilft dir AZ-104 dabei, die Cloud-Komponenten sauber zu verwalten. Das Wissen über Hybrid-Konnektivität ist unmittelbar anwendbar — kein Umweg über theoretische Szenarien.

Quereinsteiger in die IT. Wenn du gerade erst in Richtung Cloud-Administration wechselst, bietet AZ-104 einen konkreten Lernpfad mit klaren Lernzielen. In Kombination mit praktischer Erfahrung im Azure-Portal kann das Zertifikat helfen, überhaupt erstmal Glaubwürdigkeit für Administrator-Rollen aufzubauen. Gerade hier lohnt sich der Aufwand oft mehr als bei erfahrenen Profis, weil das Zertifikat einen fehlenden Track Record teilweise ersetzt.

Fachkräfte in Microsoft-lastigen Umgebungen. Wenn dein Unternehmen bereits stark in Microsoft-Technologien investiert ist — Office 365, Windows Server, Active Directory — fügt sich AZ-104 nahtlos in den bestehenden Technologie-Stack ein. Du lernst nichts, was isoliert dasteht, sondern baust direkt auf dem auf, was im Unternehmen schon läuft.

IT-Generalisten, die sich spezialisieren wollen. Wenn du bisher breit aufgestellt warst und jetzt gezielt in Richtung Cloud-Administration gehen willst, gibt dir AZ-104 eine klare Richtung und einen messbaren Meilenstein.

Der gemeinsame Nenner bei all diesen Gruppen: AZ-104 ist dann wertvoll, wenn es zu deinem konkreten Arbeitsumfeld oder Karriereziel passt — nicht als isoliertes Prestige-Objekt.

Für wen sich AZ-104 wahrscheinlich nicht lohnt

AWS- oder Google-Cloud-Spezialisten. Wenn deine Karriere um nicht-Microsoft-Cloud-Plattformen aufgebaut ist, bringt AZ-104 wahrscheinlich keinen ausreichenden ROI — es sei denn, du zielst konkret auf Multi-Cloud-Rollen oder Microsoft-zentrierte Unternehmen ab. Zeit, die du in AZ-104 steckst, könntest du stattdessen in Vertiefung deiner bestehenden Plattform investieren.

Senior-IT-Profis mit etablierter Expertise. Wenn du bereits in Senior-Infrastruktur-Rollen sitzt und deine Cloud-Erfahrung anderweitig nachweisen kannst — durch Projekte, Referenzen, Portfolio — differenziert dich AZ-104 möglicherweise nicht genug, um den Zeitaufwand zu rechtfertigen. In solchen Fällen ist ein höherwertiges Zertifikat wie AZ-305 (Azure Solutions Architect Expert) oft der sinnvollere nächste Schritt, weil es Architektur- statt Betriebswissen prüft.

Leute, die AZ-104 nur “zum Sammeln” machen wollen. Wenn du kein konkretes Karriereziel damit verbindest und einfach ein weiteres Badge auf LinkedIn haben willst, ist das Aufwand-Nutzen-Verhältnis schlecht. Die Prüfung erfordert echte Vorbereitungszeit — ohne klaren Anwendungsfall verpufft der Effekt schnell.

Entwickler ohne administrative Ausrichtung. Wenn du primär Software entwickelst und nicht Infrastruktur betreibst, ist AZ-204 (Azure Developer Associate) meist die passendere Wahl. AZ-104 zielt auf operative Administration, nicht auf Anwendungsentwicklung.

Die Karriererollen, auf die AZ-104 abzielt

AZ-104 ist in erster Linie auf die Rolle des Azure-Administrators zugeschnitten — also Personen, die Azure-Ressourcen im Tagesgeschäft konfigurieren, überwachen und warten. Typische Zielrollen sind Cloud-Administrator, Systemadministrator mit Cloud-Fokus, IT-Support-Spezialist mit Azure-Schwerpunkt und Junior-Cloud-Engineer.

Es ist auch eine häufig genutzte Sprungbrett-Zertifizierung: Viele nutzen AZ-104 als Vorstufe zu AZ-305 (Solutions Architect) oder zu spezialisierteren Zertifizierungen im Security- oder DevOps-Bereich. Wenn du also langfristig Richtung Architektur oder Spezialisierung willst, ist AZ-104 oft der solide erste Baustein, nicht das Endziel.

Was AZ-104 nicht abdeckt: strategische Architekturentscheidungen, Kostenoptimierung auf Unternehmensebene oder tiefes DevOps-Tooling. Wer diese Rollen anstrebt, sollte AZ-104 als Ausgangspunkt betrachten, nicht als Endstation.

AZ-104 und Gehalt: Was die Daten nahelegen

Hier muss ich ehrlich sein: Belastbare, aktuelle Gehaltszahlen speziell für AZ-104-Zertifizierte sind schwer zu finden und ändern sich je nach Region, Erfahrungslevel und Branche stark. Es gibt Gehaltsumfragen von Anbietern wie Microsoft-Partnernetzwerken oder IT-Jobportalen, die auf ein Gehaltsplus für zertifizierte Cloud-Administratoren im Vergleich zu nicht-zertifizierten Kollegen hindeuten — aber diese Zahlen schwanken je nach Quelle erheblich und sind oft von den Anbietern selbst finanziert, was die Objektivität einschränkt.

Was sich aus mehreren Quellen konsistent ableiten lässt: Zertifizierungen wirken sich meist stärker auf den Berufseinstieg und den Jobwechsel aus als auf das Gehalt in einer bestehenden Position. Ein AZ-104 kann dir helfen, überhaupt in die engere Auswahl für eine Cloud-Administrator-Stelle zu kommen — das ist oft der eigentliche finanzielle Hebel, nicht eine automatische Gehaltserhöhung bei deinem aktuellen Arbeitgeber.

Bitte verifiziere alle Gehaltsangaben mit aktuellen Quellen — Gehaltsdaten veralten schnell und unterscheiden sich stark zwischen Ländern, Branchen und Unternehmensgrößen. Schau dir aktuelle Umfragen von Plattformen wie Glassdoor, Levels.fyi oder regionalen IT-Gehaltsreports an, bevor du eine Entscheidung auf Gehaltserwartungen stützt.

Marktnachfrage nach AZ-104 in 2026

Azure bleibt neben AWS eine der dominierenden Cloud-Plattformen im Unternehmensumfeld, besonders bei Firmen mit bestehender Microsoft-Infrastruktur. Das bedeutet: Die Nachfrage nach Azure-Administratoren ist an vielen Standorten und in vielen Branchen weiterhin real vorhanden — vor allem im Enterprise-Bereich, im öffentlichen Sektor und bei mittelständischen Unternehmen, die auf Microsoft 365 und Azure gleichzeitig setzen.

Was sich 2026 verändert hat: Viele Stellenausschreibungen für Cloud-Administratoren erwarten nicht mehr nur reines Azure-Wissen, sondern zunehmend auch Automatisierungskenntnisse (Infrastructure as Code, PowerShell, teilweise Terraform) sowie ein grundlegendes Sicherheitsverständnis. AZ-104 allein deckt das nicht vollständig ab — es ist ein guter Grundstein, aber Arbeitgeber erwarten oft ergänzende Praxiserfahrung.

Wenn du auf Reddit nach “az-104 worth it reddit” suchst, wirst du ein gemischtes Bild finden: Viele Nutzer berichten, dass das Zertifikat beim Berufseinstieg oder Jobwechsel geholfen hat, Türen zu öffnen — vor allem für automatisierte Bewerber-Screenings, bei denen Zertifizierungen als Filterkriterium dienen. Andere berichten, dass ohne begleitende Praxiserfahrung das Zertifikat allein wenig bewirkt hat. Beide Erfahrungen sind plausibel und schließen sich nicht aus — sie zeigen einfach, dass AZ-104 ein Baustein ist, kein Wundermittel.

AZ-104 vs. alternative Zertifizierungen

Ein realistischer Vergleich hilft mehr als ein pauschales Ranking.

AZ-104 vs. AWS Certified SysOps Administrator – Associate. Wenn dein Zielunternehmen oder deine Branche stark auf AWS setzt, ist das AWS-Pendant naheliegender. Inhaltlich sind sich beide Zertifizierungen recht ähnlich — beide prüfen operatives Cloud-Wissen auf Associate-Niveau. Der Unterschied liegt selten in der Schwierigkeit, sondern darin, welche Plattform in deinem Zielmarkt tatsächlich gefragt ist. Schau dir vor der Entscheidung konkrete Stellenanzeigen in deiner Region an, statt dich auf allgemeine Popularitätsrankings zu verlassen.

AZ-104 vs. AZ-305 (Azure Solutions Architect Expert). Das ist kein Konkurrenzvergleich, sondern eine Reihenfolge-Frage. AZ-305 setzt in der Regel praktische Azure-Erfahrung voraus und prüft Architekturentscheidungen statt operativer Aufgaben. Wenn du noch am Anfang stehst, ist AZ-104 der sinnvollere erste Schritt. Wenn du schon Jahre Azure-Erfahrung hast und Richtung Architektenrolle willst, kann es sinnvoller sein, direkt auf AZ-305 hinzuarbeiten und AZ-104 zu überspringen — vorausgesetzt, du kannst die operativen Grundlagen bereits nachweisen.

Der wichtigste Punkt bei jedem Vergleich: Die “beste” Zertifizierung ist die, die zu der Cloud-

-Plattform passt, die du tatsächlich einsetzt oder einsetzen willst — nicht die mit der größten Marketing-Präsenz oder dem höchsten wahrgenommenen Prestige.

Was die Vorbereitung wirklich kostet

Bevor du dich entscheidest, solltest du realistisch kalkulieren, was AZ-104 dich tatsächlich kostet — nicht nur die Prüfungsgebühr.

Zeitaufwand. Wenn du bereits praktische Azure-Erfahrung hast, reichen oft 4 bis 6 Wochen mit regelmäßigem Lernen (5-8 Stunden pro Woche) aus. Ohne Vorerfahrung solltest du eher mit 8 bis 12 Wochen rechnen, weil du parallel lernen musst, wie das Azure-Portal überhaupt funktioniert — nicht nur, was theoretisch geprüft wird. Wer die Prüfung ohne praktische Übung im Portal angeht, unterschätzt regelmäßig, wie viel Zeit die Netzwerk-Domäne (25% Gewichtung) frisst.

Finanzieller Aufwand. Die Prüfungsgebühr selbst ist meist der kleinste Posten. Dazu kommen Kosten für Lernmaterialien, eventuell ein Azure-Testkonto für Übungszwecke (auch wenn Microsoft hier ein kostenloses Kontingent anbietet) und im Zweifel die Kosten für eine Wiederholungsprüfung, falls du beim ersten Versuch durchfällst. Wer AZ-104 unterschätzt und ohne ausreichende Praxis antritt, riskiert genau das — und die Durchfallquote bei unterschätzter Netzwerk-Domäne ist real.

Der unterschätzte Faktor: praktische Übung. Die Prüfung testet szenariobasiertes Wissen, nicht reines Auswendiglernen. Du musst verstehen, warum eine bestimmte NSG-Konfiguration in einem gegebenen Szenario funktioniert oder eben nicht — nicht nur die Syntax kennen. Genau hier scheitern viele Kandidaten, die ausschließlich mit Videokursen gelernt haben, ohne die Szenarien selbst durchzudenken.

Übe realistische AZ-104-Szenariofragen auf Certsqill — mit KI-Tutor-Erklärungen, die genau zeigen, warum jede Antwort richtig oder falsch ist. Das ist besonders hilfreich, wenn du merkst, dass du dir Fakten zwar merken kannst, aber bei komplexeren Netzwerk- oder RBAC-Szenarien ins Stocken gerätst — was bei dieser Prüfung häufiger vorkommt, als viele erwarten.

Typische Fehler, die den ROI von AZ-104 kaputt machen

Selbst wenn AZ-104 grundsätzlich zu deiner Situation passt, gibt es Fehler bei der Vorbereitung und Nutzung, die den tatsächlichen Nutzen deutlich reduzieren.

Fehler 1: Zertifikat ohne begleitende Praxis. Wie schon erwähnt — ein AZ-104 ohne praktische Azure-Erfahrung wirkt auf erfahrene Recruiter und technische Interviewer oft wie eine reine Prüfungsleistung ohne echten Unterbau. Kombiniere die Vorbereitung deshalb immer mit eigenen Hands-on-Projekten im Azure-Portal, auch wenn es nur ein Testkonto mit kleinen Übungsszenarien ist.

Fehler 2: Falscher Zeitpunkt im Karriereverlauf. Wenn du bereits seit Jahren in Senior-Rollen arbeitest und AZ-104 nachträglich machst, wirkt das auf manche Arbeitgeber eher verwirrend als beeindruckend — sie fragen sich, warum du eine Einstiegs- bis Mittelstufen-Zertifizierung nachholst, statt direkt Richtung AZ-305 oder Spezialisierung zu gehen. Zertifikate haben eine implizite Karrierestufen-Logik, die du mitdenken solltest.

Fehler 3: Prüfung ohne klares Ziel angehen. Wenn du nicht klar sagen kannst, welche Rolle oder welchen Wechsel du mit AZ-104 anstrebst, verpufft der Effekt oft. Ein Zertifikat “auf Vorrat” zu machen, ohne konkrete Bewerbung oder internen Rollenwechsel im Blick zu haben, ist selten eine gute Zeitinvestition.

Fehler 4: Die Netzwerk-Domäne unterschätzen. Weil “Virtual Networking” mit 25% die größte Domäne ist und erfahrungsgemäß die meisten Durchfaller produziert, lohnt es sich, hier überproportional viel Zeit zu investieren — nicht gleichmäßig über alle sechs Domänen zu verteilen. Wer die Zeit gleichmäßig aufteilt, unterschätzt systematisch genau den Bereich, der am meisten zählt.

Fehler 5: Nach der Prüfung nichts mehr weiterentwickeln. AZ-104 ist, wie oben erwähnt, oft ein Baustein und kein Endziel. Wer nach der Zertifizierung stehen bleibt und weder praktische Erfahrung sammelt noch Richtung AZ-305 oder Spezialisierung weitergeht, lässt einen Teil des potenziellen ROI liegen — Arbeitgeber schätzen den nachweisbaren Entwicklungspfad oft mehr als das einzelne Zertifikat selbst.

Wie du die Entscheidung konkret für dich triffst

Statt einer pauschalen Empfehlung hier ein praktischer Rahmen, mit dem du selbst entscheiden kannst, ob sich AZ-104 für dich lohnt.

Schritt 1: Prüfe deine aktuelle Arbeitsumgebung. Setzt dein Unternehmen bereits Azure ein, oder plant es das? Wenn ja, ist der ROI meist klar positiv, weil du das Gelernte sofort anwenden kannst. Wenn dein Umfeld komplett auf einer anderen Plattform läuft, prüfe, ob ein Plattformwechsel überhaupt realistisch ist, bevor du Zeit investierst.

Schritt 2: Definiere ein konkretes Ziel. “Ich will die Cloud-Administrator-Stelle bei Firma X bekommen” oder “Ich will intern in die Cloud-Abteilung wechseln” ist ein konkretes Ziel. “Ich will einfach ein Zertifikat haben” ist keins. Ohne konkretes Ziel fehlt dir auch die Motivation, die Vorbereitungszeit tatsächlich durchzuziehen.

Schritt 3: Rechne die Zeit realistisch gegen deinen Kalender. Wenn du in den nächsten drei Monaten keine 5-8 Stunden pro Woche freimachen kannst, verschiebe die Prüfung lieber, statt sie halbherzig anzugehen. Eine durchgefallene Prüfung kostet mehr Zeit und Motivation als eine spätere, aber solide Vorbereitung.

Schritt 4: Plane den nächsten Schritt schon mit. Überlege dir vor der Prüfung, was danach kommt — AZ-305, eine Security-Zertifizierung, oder einfach der Bewerbungsprozess für eine konkrete Rolle. AZ-104 isoliert zu betrachten, ohne den nächsten Schritt im Kopf zu haben, ist der häufigste Grund, warum der ROI hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Wenn du diese vier Schritte ehrlich durchgehst, merkst du meist schnell, ob AZ-104 für dich ein sinnvoller nächster Schritt ist oder ob du deine Zeit gerade besser woanders investierst.

Häufige Fragen (FAQ)

Ist AZ-104 für Anfänger ohne IT-Erfahrung machbar? Grundsätzlich ja, aber es wird deutlich schwerer. AZ-104 setzt zwar keine formalen Voraussetzungen voraus, prüft aber szenariobasiertes Wissen, das ohne praktische Erfahrung schwer zu verinnerlichen ist. Wenn du komplett neu in der IT bist, plane mehr Zeit ein und arbeite parallel aktiv im Azure-Portal, statt nur Theorie zu lernen.

Wie lange sollte ich mich auf AZ-104 vorbereiten? Mit praktischer Azure-Vorerfahrung reichen meist 4 bis 6 Wochen bei regelmäßigem Lernen. Ohne Vorerfahrung solltest du eher 8 bis 12 Wochen einplanen, weil du zusätzlich Zeit brauchst, um dich im Portal zurechtzufinden und die Netzwerk-Domäne wirklich zu verstehen.

Welche Domäne bereitet den meisten Kandidaten Probleme? Erfahrungsgemäß ist es “Implement and Manage Virtual Networking” mit 25% Gewichtung. Virtual Networks, Subnetting, Network Security Groups und Hybrid-Konnektivität sind konzeptionell anspruchsvoller als andere Domänen und werden oft unterschätzt, weil sie im Alltag seltener direkt sichtbar sind als etwa Storage oder Compute.

Reicht AZ-104 allein für eine Cloud-Administrator-Stelle, oder brauche ich zusätzliche Skills? AZ-104 allein reicht in den meisten Fällen nicht aus. Arbeitgeber erwarten zunehmend auch Automatisierungskenntnisse wie PowerShell oder Infrastructure as Code sowie praktische Projekterfahrung. Betrachte das Zertifikat als soliden Grundstein, nicht als vollständiges Kompetenzprofil.

Sollte ich direkt AZ-305 statt AZ-104 angehen, wenn ich schon Erfahrung habe? Wenn du bereits mehrere Jahre praktische Azure-Erfahrung hast und Architekturentscheidungen treffen willst, kann es sinnvoller sein, direkt auf AZ-305 hinzuarbeiten. AZ-104 lohnt sich vor allem dann, wenn du noch am Anfang stehst oder deine operativen Grundlagen formal nachweisen musst.

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